FAQs und FGAs

Nachfolgend die FAQs & FGAs - Frequently asked questions and frequently given answers: häufig gestellte Fragen und ebenso häufg gegebene Antworten rund um das Thema Kunstvermietung:

Ich möchte gerne Kunst mieten...

Kunstvermietung - wie wird das abgewickelt?

Ich bin Unternehmer, was gibt es beim Thema Kunstmiete steuerlich zu bedenken?

Ich bin Künstler/Künstlerin...

Noch mehr Fragen, noch mehr Informationen...

Vorab: der Einfachheit halber sprechen wir nachfolgend vom "Mieter" und vom "Künstler". Natürlich steht "Mieter" für "Mieter/Mieterin" und "Künstler" für "Künstler/Künstlerin".

Ich möchte gerne Kunst mieten...

Wie sollte ich die Kunst auswählen, die ich mieten möchte? Und was ist sonst noch zu bedenken?

Wenn Sie sich dafür interessieren, Kunst zu mieten, sollten Sie vielleicht einfach einmal die Internetpräsenzen der Künstler in der Künstlerliste absurfen, vielleicht ist ja der/die eine oder andere dabei, deren Arbeiten Sie besonders ansprechen. Für Firmen ist es manchmal interessant, auch den Mitarbeitern Mitspracherecht zu geben: denn wer die Kunstwerke am eigenen Arbeitsplatzes auswählen darf, kommt sicherlich noch motivierter ins Büro.
Weitere Fragen, die Sie vor der Kontaktaufnahme mit dem betreffenden Künstler klären sollten:

  • wie viele Kunstwerke möchten/brauchen Sie?
  • haben Sie schon Vorstellungen, um welche Formate es sich handeln soll?
  • wie lange möchten Sie die Arbeiten mieten (längerer Mietzeitraum bedeute günstigere Konditionen; häufige Wechsel sind interessant, aber verursachen dem Mieter auch zusätzliche Kosten (Transport, Hängung etc.)
  • wann soll es losgehen?

Als kleinen Tipp: schauen Sie sich zuerst einmal die Künstler in Ihrer näheren Umgebung an: kurzen Anfahrtswegen machen Kontakte und Transport um einiges einfacher.

Ich bin Unternehmer/Privatperson und interessiere mich dafür, Kunst zu mieten. Wer berät mich da, oder brauche ich vielleicht einen Art Consultant?

Einen Kunstsachverständigen oder –berater zu engagieren, macht in einigen Fällen Sinn, aber es ist sicherlich nicht immer obligatorisch. Mit dem Kunstsachverständigen und dem Künstler verhält es sich so ähnlich wie mit dem Arzt und dem Apotheker: der eine hat viel, viel Wissen, analysiert, diagnostiziert und berät dann, der andere hingegen hat viel Praxiserfahrung und Sachkenntnis und kann Sie somit ebenfalls gut unterstützen. Ob Sie in Ihrem Fall nun tatsächlich den Rat eines hochqualifizierten Experten einholen sollten, oder ob die Tipps eines Praktikers ausreichen, hängt letztendlich von Ihrer ganz persönlichen Situation ab.
Leider hat "Kunst" oft eine Aura des Elitären um sich, und manch einer mag sich nicht trauen, hier Entscheidungen zu treffen. Andererseits wird Kunst von und für Menschen gemacht, und letztendlich sollen Sie sich mit den Kunstwerken wohlfühlen.
Deswegen: Ist Ihr Projekt klein und überschaubar, dann wagen Sie es einfach einmal und lassen Sie sich bei der Auswahl der Kunstwerke (auch) von Ihrem persönlichen Gefühl und Geschmack leiten. Und wenn Sie wirklich daneben gegriffen haben: Mieten ist kein Bund fürs Leben...
Ist Ihre Gestaltungsaufgabe dagegen komplex und/oder anspruchsvoll, ist es möglicherweise sinnvoll, kompetente Berater, also Kuratoren, Art Consultants oder Galeristen hinzuzuziehen.

Gut, ich weiß jetzt (zumindest ungefähr) was ich will. Wie geht es weiter?

Kontaktieren Sie den/die Künstler, für den/die Sie interessieren – auf der Künstlerseite gibt es alle Telefonnummern und Emailadressen – und bitten Sie ihn/sie in Ihre Räumlichkeiten für ein erstes, unverbindliches Gespräch. Wenn Sie sehr große Räume oder besondere Vorstellungen haben, fragen Sie den Künstler ruhig, ob er Kollegen nennen kann, die bei dem Projekt mitarbeiten würden: die meisten Künstler verfügen durch Studium und Ausstellungstätigkeiten über umfangreiches Netzwerke in die Kunstszene.
Haben Sie sich hingegen beschlossen, Ihre Gestaltungsaufgabe in die Hände eines Beraters zu legen, kontaktieren Sie diesen ebenfalls, um die Konditionen ggf. erst einmal telefonisch abzuklären.

Vermittelt bilderpool eigentlich Kunst? Verlangt bilderpool Provision?

Nein, bilderpool.org vermittelt bzw. vermietet keine Kunst (und verlangt insofern auch keinerlei Provisionen), sondern will lediglich Aufklärungsarbeit leisten, nämlich darüber wie Kunstvermietung funktionieren kann. Alle Kontakte und ggf. Verträge finden immer direkt zwischen dem jeweiligen Künstler (bzw. Berater) und dem Kunstmieter statt.

Ich hätte gerne ein Angebot...

....und das können Sie auch gerne bekommen, sobald Sie wissen, was Sie möchten. Vielleicht sollten Sie aber auch folgende Vorüberlegung anstellen: welches Budget haben Sie eigentlich für Kunstmiete pro Jahr zu Verfügung? Wenn Sie für 1 Jahr Kunstwerke mieten wollen, und dafür 500 Euro zur Verfügung haben, dann können Sie 5.000 Euro an Kunst in Ihre Räume hängen (Kunstwert = 5.000 Euro, Mietpreis = 10 % pro Jahr = 500 Euro).
Bitte bedenken Sie: Preise für Kunstmiete können variieren, d. h. einzelne Künstler verlangen möglicherweise höhere oder auch günstigere Mietpreise. Sollten Sie einen Berater mit Ihre Gestaltungsaufgabe betrauen, fällt deren Honorar separat an.

Kunstvermietung - wie wird das abgewickelt?

Wie läuft das mit der Versicherung?

Für die Versicherung ist der Mieter zuständig. Meist genügt ein Anruf bei der Versicherungsgesellschaft, um das Kunstwerk in die Hausrats- bzw. Betriebsversicherung einzuschließen. Die jeweilige Jahresprämie wird sich dadurch erfahrungsgemäß nicht oder nur wenig erhöhen.

Wer übernimmt den Transport?

Auch die Transportkosten gehen normalerweise zu Lasten des Mieters (siehe Verträge). Gegen Absprache wird sich der Künstler sicherlich um eine fachgerechte Verpackung kümmern, und auch bei der Abwicklung des Transportes behilflich sein, zumal er seine Werke gewiss schon öfters verschickt hat und Erfahrung und Kontakte zu Transportunternehmern hat.

Was passiert, wenn der Mieter die Bilder vorzeitig zurückgeben will?

Auch das ist vertraglich geregelt: der Vertrag ist mit einer Frist von *6 Wochen* kündbar und die Bilder können dann zurückgegeben werden. Allerdings ist dann auch der Mietpreis für die restliche Vertragslaufzeit fällig - der Mieter muss also auf jeden Fall für die gesamte Vertragslaufzeit bezahlen, egal ob er die Bilder behält oder nicht.

Was passiert, wenn der Künstler ein vermietetes Werk vorübergehend für eine Ausstellung braucht?

Gemäß den Vertragsbedingungen hat der Künstler das Recht, Werke für den Zeitraum von Ausstellungen zurückzunehmen. Allerdings hat er für diese Zeit dem Mieter eine gleichwertige Arbeit als Ersatz zu stellen. Alle anfallenden Verpackungs- und Transportkosten gehen in diesem Fall zu Lasten des Künstlers.

Hat der Künstler das Recht auf Zutritt zu seinen Werken?

In bestimmten Fällen (z. B. für Fotos) muss der Mieter dem Künstler Zutritt zu den Werken gewähren. Natürlich muss der Künstler dies genügend lange vorher ankündigen, sodass ein für beide Seiten passender Termin gefunden werden kann. Allerdings kann der Künstler über die Räumlichkeiten des Mieters nicht als eine Art von "Show Room" verfügen, und ständig Privatführungen für seine Sammler und Kunstpublikum veranstalten, außer dies ist im Mietvertrag ausdrücklich gestattet (Letzteres bietet sich wohl weniger für Privatkunden an, ist eventuell aber eine willkommene Alternative für Unternehmen mit öffentlich zugänglichen Räumen oder ohnehin häufigem Publikumsverkehr; im Gegenzug zu so viel Freiräumen seitens des Mieters kann eventuell auch ein günstigerer Mietpreis vereinbart werden).

Grundsätzlich: nein. Auch wenn siech das Kunstwerk physisch im Verfügungsbereich des Mieters befindet, verbleiben doch alle Urheber- und Verwertungsrecht ausschließlich beim Künstler. D. h. Fotos von den gemieteten Werken dürfen nur nach Rücksprache und gegen entsprechendes Honorar an den Künstler verwertet werden.

Wie berechnet sich der Mietpreis?

Der Mietpreis berechnet sich prozentual vom Wert des Kunstwerkes, wobei die Prozentsätze abhängig vom Nutzer (Privatperson oder Unternehmen) und der Mietdauer sind (die nachfolgend genannten Prozentsätze und Preise sind Vorschläge - und als solche nicht bindend. Bitte fragen Sie beim jeweiligen Künstler direkt nach den ganauen Mietpreisen).
Zusätzlich werden bei Vermietung von Kunstwerken 19 % MwSt. fällig, sofern der Künstler nicht als Kleinstunternehmer von der Mehrwertssteuerpflicht befreit ist.

Beispiel 1: Das zu vermietende Kunstwerk hat einen Wert von 1000 Euro, Mieter ist ein Unternehmen.

 
Mietpreis/Jahr
Monatlicher Mietpreis (zzgl. MwSt):
Mietdauer 3 - 6 Monate
20 % vom Wert pro Jahr
16,67 Euro
Mietdauer ab 6 Monate
15 % vom Wert pro Jahr
12,50 Euro
Mietdauer ab 12 Monate
10 % vom Wert pro Jahr
8,33 Euro

Beispiel 2: Das zu vermietende Kunstwerk hat einen Wert von 1000 Euro, Mieter ist eine Privatperson.

 
Mietpreis/Jahr
Monatlicher Mietpreis (zzgl. MwSt):
Mietdauer ab 6 Monate
10 % vom Wert pro Jahr
8,33 Euro
Mietdauer ab 12 Monate
5 % vom Wert pro Jahr
4,17 Euro

Ach ja, Mehrwertsteuer! Sind das nun 7 %, oder 19 %, oder ist gar keine Mehrwertsteuer fällig? (*)

Ob ein Künstler mehrwertsteuerpflichtig ist, hängt von seinem Jahresumsatz ab; liegt dieser unter einem bestimmten Betrag, steht es ihm frei, sich auf die Kleinunternehmerregelung zu berufen und sich bei seinem Finanzamt von der Mehrwertsteuerpflicht befreien zu lassen. Ob er dies tut, oder auch nicht, sind Fragen, die den Rahmen dieser Website sprengen würden, und die der Künstler ggf. mit seinem Finanzamt oder Steuerberater abklären sollte.

Für uns relevant sind jedoch die - falls der Künstler mehrwertsteuerpflichtig ist - jeweils anzuwendenden Mehrwertsteuersätze. Für den Verkauf von Kunstwerken (und hierunter fällt z. B. auch die Angabe des Wertes auf Lieferschein und Werkliste) gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Bei Vermietung jedoch, die ja strenggenommen keine wirklich "künstlerische Tätigkeit" ist, ist der volle Mehrwertsteuersatz von 19 % fällig.

(*) Die hier gemachten Angaben beziehen sich ausschliesslich auf die Bundesrepublik Deutschland.

Was passiert, wenn der Mieter sich entscheidet, die Werke länger als ursprünglich vereinbart zu behalten?

Sofern der Künstler noch keine vertraglichen Vereinbarungen mit dritten Parteien über den anschließenden Verbleib der Werke geschlossen hat (z. B. neue Mietverträge mit anderen Interessenten), steht einer Verlängerung wohl nicht im Wege: der Vertrag kann einfach verlängert werden, oder aber es kann ein neuer Mietvertrag geschlossen werden. Allerdings ist es nicht möglich, den Mietpreis rückwirkend zu senken.

Beispiel:
Privatkunde A mietet ein Werk vom Künstler K; das Werk hat einen Wert von 1000 Euro. Die Mietdauer ist von Januar bis Juni, also 6 Monate.
Der Mietpreis beträgt (siehe Berechnungsgrundlage oben: bis 6 Monate 10 % vom Wert pro Jahr) für 6 Monate 50 Euro (1000*0,10/12*6).

Nach Ablauf der Mietdauer will A um weitere 6 Monate verlängern (Juli bis Dezember). Hätte er von vornherein für 12 Monate gemietet, wäre der Mietpreis wie folgt gewesen:
Mietpreis ab 6 Monate: 5 % vom Wert pro Jahr: Für 12 Monate sind das 50 Euro (1000*0,5).

Dennoch ist es nicht möglich, den Mietpreis rückwirkend zu senken. Für A kosten die ersten 6 Monate weiterhin 50 Euro. Für die Verlängerung, d. h. im neuen Vertrag von Juli bis Dezember, wird sich der Künstler sicherlich einverstanden erklären, den günstigeren Mietpreis (5 % vom Wert) anzusetzen. Für die 6 Monate Juli – Dezember zahlt A also nur noch 25 Euro.

Damit hat A schließlich 75 Euro für ein 12 Monate Mietdauer bezahlt, zwar teurer als hätte er seinen Vertrag von vornherein auf 1 Jahr abgeschlossen (da wären es 50 Euro gewesen), aber günstiger als den Originalvertrag unverändert zu verlängern (2 x 50 Euro, also 100 Euro für 1 Jahr).

Fazit: Es zwar verführerisch, nur Mietverträge von kurzer Dauer zu schleißen und die Kunstwerke häufig zu wechseln; dennoch ist eine allzu kurze Vertragsdauer relativ teuer. Und: häufiges Wechseln der Kunstwerke verursacht außerdem zusätzliche Transportkosten.

Was passiert, wenn sich ein Kunde entscheidet, das Bild nach Ablauf des Mietvertrages zu kaufen? Wird der Mietpreis dann auf den Kaufpreis angerechnet?

Der Mietpreis stellt eine Vergütung für die Bereitstellung des Werkes dar, und ist keineswegs als Anzahlung auf den Kaufpreis zu verstehen (Speziell für Unternehmer ist dieser Sachverhalt wichtig, denn für Sie gelten beim Erwerb von Kunstwerken gelten besondere Regeln.). Allerdings ist es sicherlich möglich, zumindest einen Teil des bereits bezahlten Mietpreises als Tilgung auf den Kaufpreis anzurechnen.

Beispiel: Gehen wir von einem Mietvertrag aus, bei dem der Mietpreis 10 % des Wertes des Kunstwerkes beträgt. Bei einem Kunstwerk, das 1000 Euro wert ist, müssen für die Miete pro Jahr 100 Euro an den Künstler gezahlt werden.
Welchen Preis hat der Mieter zu bezahlen, wenn er sich nach 1 Jahr entschließt, das Werk zu behalten?

Hätte der Mieter A das Kunstwerk vom ersten Tag an nicht gemietet, sondern mit Hilfe eines Kredits seiner Bank gekauft, dann müsste er für diesen Kredit in Höhe von 1000 Euro (dem Wert des Kunstwerkes) monatliche Rückzahlungsraten bezahlen, die sich aus Kreditzinsen und Tilgung zusammensetzen. Die Bankzinsen schwanken je nach Wirtschaftslage und Kreditart, aber nehmen wir für unser Beispiel einen Kreditzins (= Zins für die Bereitstellung des Gesamtbetrages von 1000 Euro) von 7 % an. Zahlte der Mieter A nun für den Kredit jedes Jahr 100 Euro an die Bank, so wären 7 %, also 70 Euro, nur "Zinsen", die er für die Bereitstellung der 1000 Euro zu zahlen hat. Die übrigen 30 Euro (3 %) wären Tilgung der geschuldeten Summe.

Nach einem Jahr (und 100 an die Bank bezahlten Euro) schuldet A der Bank immer noch 970 Euro, denn nur 30 Euro wurden zur Tilgung des Kredits verwendet.

Insofern kann auch der Mietpreis nur zum Teil als Anzahlung auf den Kaufpreis verstanden werden, die Höhe variiert mit dem tatsächlich bezahlten Mietpreis.

Beispiel: Das Kunstwerk hat einen Wert von 1000 Euro und die Mietdauer beträt ein Jahr.

  • 5 % vom Wert →  Mietpreis wird bei Kauf nicht angerechnet.
  • 10 % vom Wert →  ca. 30 % der gezahlten Miete, in unserem Beispiel 30 Euro, können bei Kauf angerechnet werden.
  • 15 % vom Wert →  ca. 53 % der gezahlten Miete, in unserem Beispiel 100 Euro, können bei Kauf angerechnet werden.
  • 20 % vom Wert →  ca. 65 % der gezahlten Miete, in unserem Beispiel 130 Euro, können bei Kauf angerechnet werden. (Ist der Kunde ein Unternehmen, besteht die Gefahr, dass ein verdeckter Ratenkauf vermutet wird!)

Die vorgenannten Beispiele sind natürlich Theorie, und der Einzelfall liegt immer im Ermessen von Künstler und Mieter. Dennoch sollte das Verhältnis Mietpreis (der ja umgangssprachlich manchmal auch MietZins genannt wird) – Kreditzins – Tilgung bedacht werden.

Ich bin Unternehmer, was gibt es steuerlich zu bedenken?

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf die Situation in der Bundesrepublik Deutschland, für andere Länder gelten möglicherweise andere Regelungen.

Was ist - steuerlich gesehen - der Unterschied zwischen Kunstkauf und Kunstmiete?

Eine steuermindernde Abschreibung von Kunstwerken ist lediglich bei "nicht anerkannten Künstlern" möglich - Werkpreise von 5 000 bis 10 000 Euro lassen in der Regel auf einen "nicht anerkannten Künstler" schließen - aber im Einzelfall entscheiden die Finanzbehörden, welcher Künstler anerkannt ist.

Die Werke anerkannter Künstler können keinesfalls abgeschrieben werden und auch die enthaltene Umsatzsteuer darf nicht abgezogen werden. Bei späteren Verkauf muss die Wertsteigerung versteuert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Kunstmiete und Kunstleasing?

Leasing ist eine Variante des Mietkaufs, hinter der eine Kaufabsicht steht. Leasing macht allerdings steuerlich nur dann Sinn, wenn der Leasing-Gegenstand einem Werteverzehr unterliegt und damit abschreibbar ist. Weil nur "nicht anerkannte Kunst" abgeschrieben werden kann, funktioniert Kunstleasing (s. Unterschied zwischen Kunstkauf und Kunstmiete) auch nur dort. Die Grundmietzeit bei Leasingverträgen sollte für Gebrauchskunst zwischen vier und neun Jahren, für Grafiken zwischen acht und 18 Jahren (zwischen 40 und 90 Prozent der üblichen Nutzungsdauer) liegen.

Gibt der Kunde das Kunstwerk am Ende des Leasingvertrages zurück, handelt es sich um einen simplen Mietvertrag.

Kann ich die Kosten für Kunstmiete steuerliche geltend machen?

Kunstmiete hat den Vorteil, dass diese Ausgaben als gewinnmindernde Betriebskosten steuerlich absetzbar sind, Sie die die Liquidität des Unternehmens nicht unnötig binden und ausserdem keine Rücksicht darauf nehmen müssen, ob es sich um "anerkannte" oder "nicht anerkannte Kunst" handelt, deren Abschreibungsregeln jeweils variieren. Allerdings sollte die Miete angemessen, d. h. nicht zu hoch sein, weil sonst ein verdeckter Ratenkauf (s. unten) vermutet werden kann.

Im Einzelfall sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Steuerberater halten.

Was passiert, wenn ich das Kunstwerk erst miete, später aber doch erwerben möchte?

Die Finanzämter unterscheiden zwischen echter Miete, Mietkauf (Ratenkauf) und Leasing - und behandeln diese ertragsteuerlich jeweils unterschiedlich. Die Umwandlung eines Mietvertrages in einen Kaufvertrag kann deswegen möglicherweise Probleme bereiten, sofern ein verdeckter Ratenkauf vermutet wird (z. B. ungewöhnich hohe Mietkosten). In diesem Fall gelten dieselben Abschreibungsregeln wie beim Kunstkauf.

Urteil der OFD Frankfurt/M.zur Abgrenzung zwischen Kauf nach Miete, Mietkauf und Leasing

Für Privatleute, die die Mietkosten steuerlich bisher nicht geltend gemacht haben, ist diese Differenzierung übrigens unwichtig.

Ich bin Künstler/Künstlerin...

Ich bin Künstler/Künstlerin. Wie kann ich mich bei bilderpool.org als "teilnehmender Künstler" registrieren lassen? Kostet das etwas? Gibt es Aufnahmekriterien?

Künstler, die sich in die Liste Teilnehmende Künstler aufnehmen lassen möchten, können dies ganz unbürokratisch tun: einfach alle Informationen (siehe unten) per Email an bilderpool () schicken. Der Eintrag ist kostenfrei, setzt jedoch eine gewisse künstlerische Professionalität voraus; eine Jury, die über Aufnahmen entscheiden würde, gibt es allerdings nicht.

Ansonsten freuen wir uns über Ihre Daten - und Ihre Unterstützung: überraschen Sie uns und machen Sie uns einen Vorschlag, wie oder womit Sie bilderpool etwas Gutes tun wollen.
Hier die für den Eintrag benötigte Daten (Publikation erst bei vollständiger Übermittlung):

  • Künstlername
  • Kurzbeschreibung des Gesamtwerkes (max. 7 Worte)
  • PLZ Ort
  • Website
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